Luxusmarke

LONGCHAMP PARIS


1948 Gründung von Longchamp

1948 übernahm Jean Cassegrain das alteingesessene Tabakwarengeschäft „Au Sultan“ im französischen Paris.

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg versorgte Jean Cassegrain die alliierten Truppen mit Tabak und Raucherutensilien. Pfeifenverkäufe waren in dieser Zeit der profitabelste Unternehmensbereich. Nach und nach wurden Soldaten zu den besten Kunden des Geschäfts.

 

Als sie Paris am Ende des Konflikts verließen, diversifizierte Jean Cassegrain sein Unternehmen. In den 1950er Jahren führte er die weltweit ersten Pfeifen mit luxuriösen, exotischen Lederhüllen ein. Internationale Berühmtheiten wie Elvis Presley schätzten sie sehr.

 

Jean Cassegrain gründete sein ‚Jean Cassegrain et compagnie‘ genanntes Unternehmen, um den Vertrieb seiner lederumhüllten Raucherartikel auf eine breitere Basis zu stellen. Die Produkte wurden jedoch unter einem anderen Namen vermarktet. Da entfernte Verwandte den Familiennamen Cassegrain bereits für den Verkauf von Feinpapier in Paris benutzten, benannte er seine Marke nach der Pariser Pferderennbahn Longchamp.

 

Zu dieser Zeit stand eine kleine Getreidemühle am Ende der Zielgerade der Rennbahn am Stadtrand von Paris. Jean Cassegrain benannte die Marke und sein Unternehmen mit viel Humor nach der Rennstrecke und ihrer Getreidemühle, da der Name‚ Cassegrain‘ im Französischen wörtlich ‚Körnerbrecher‘ bedeutet. Ein Jockey auf einem galoppierenden Pferd wurde zum Logo erkoren.

 

1950er: von lederumhüllten Pfeifen zu Lederwaren

Longchamps Erfolg mit lederumhüllten Pfeifen überzeugte Cassegrain davon, dass die Zukunft des Unternehmens in der Diversifizierung und der Ausdehnung des Produktportfolios auf kleine Lederwaren, Reisepass-Etuis, Brieftaschen und weitere Herrenaccessoires aus Leder lag.

 

In den frühen 1950er Jahren verkaufte er bereits auf allen Kontinenten. Er stellte einen Exportmanager ein und begann mit dem Export seiner Produkte.

 

Jean und sein Sohn Philippe Cassegrain erschlossen ständig neue Märkte und Chancen für das Unternehmen. Longchamp eröffnete am Ende der 1970er Jahre Boutiquen in Südostasien und war eine der ersten in Singapur, Hongkong und Japan erhältlichen europäischen Marken. Longchamp entwickelte sich zu einem Global Player.

 

1970er: die erste Damentasche

Im Laufe der Zeit stellte Jean Cassegrain fest, dass sich Frauen immer mehr für Handtaschen interessierten. Longchamp führte 1971 seine erste Damentasche ein, eine überarbeitete Kosmetiktasche mit Schulterriemen und zwei Klappen.

 

Das Unternehmen fertigte als erstes Handtaschen aus Nylon. Philippe Cassegrain entwarf in den 1970er Jahren eine Linie mit khakifarbenen Taschen aus Nylon und Leder. Die Kollektion wurde als Alternative zu schweren Reisekoffern zu einem weltweiten Erfolg.

 

Philippe Cassegrain erfand auch die Xtra-Bag, eine Tasche, die sich auf ein Viertel ihrer ursprünglichen Größe zusammenfalten und in einem einfachen Fach verstauen lässt. Die Xtra-Bag aus dem Jahr 1993 war der Vorgänger der Tasche Le Pliage.

 

Von diesem Zeitpunkt an spezialisierte sich das Unternehmen auf Reisegepäck und Damentaschen.

 

1978 brachte Longchamp die LM-Linie heraus, die erste Kollektion für Damentaschen. Die Taschen bestanden aus bedrucktem Leder. Im gleichen Jahr wurden keine Raucherutensilien mehr im Katalog angeboten.

 

1983 wurde Philippe zum Firmenchef von Longchamp. Er betraute seine Frau Michèle mit dem Unternehmensbereich Boutiquen. Von 1991 an arbeitete Philippe und Michèles ältester Sohn Jean an der Seite des Vaters. Später wurde ihre Tochter Sophie zur Kreativ-Direktorin des Unternehmens ernannt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Longchamp_(Unternehmen)

 

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